Stellen Sie sich vor, Sie klappen um sechs den Laptop zu und sind zehn Minuten später im Meer, mitten im Januar. Für viele Remote-Arbeitende ist das in Las Palmas de Gran Canaria Alltag. Die Stadt hat sich im letzten Jahrzehnt zu einem der bekanntesten Standorte Europas für digitale Nomaden und Langzeitgäste entwickelt. Sie verbindet mildes Klima, eine echte Stadt mit allem, was man braucht, gute Verbindungen und eine lebendige internationale Community. Das sollten Sie vor Ihrer Ankunft wissen.
Warum Las Palmas für Remote Work so gut passt
Anders als viele Ferienorte ist Las Palmas eine echte Großstadt mit knapp 400.000 Einwohnern, mit Supermärkten, Fitnessstudios, Krankenhäusern, Kulturleben und öffentlichem Nahverkehr, der das ganze Jahr über fährt. So fällt es leicht, eine normale Routine zu finden, statt im Dauerurlaubsmodus zu leben. Gleichzeitig haben Sie mit Las Canteras einen Stadtstrand, an dem Sie nach Feierabend schwimmen, surfen oder einfach spazieren gehen können.
Die Stadt zieht seit Jahren Remote-Arbeitende an, und lokale Institutionen haben sie gezielt als Ziel für diese Gruppe beworben. Das Ergebnis ist eine große internationale Community mit Meetups, Sprachtandems, Surfgruppen und Coworking-Events, die es leicht machen, Kontakte zu knüpfen, auch wenn Sie allein anreisen.
Klima und Zeitzone
Im Raum Las Palmas liegen die durchschnittlichen Tageshöchstwerte zwischen etwa 21 °C im Winter und rund 27 °C im Sommer, bei sehr wenig Regen. Sie können also fast das ganze Jahr bei offenem Fenster arbeiten. Es ist die klassische Flucht in die Wintersonne: Während es in Mitteleuropa dunkel und kalt ist, führen Sie Ihre Calls im T-Shirt und gehen danach schwimmen.
Auf den Kanaren gilt die Westeuropäische Zeit, wie in Großbritannien, Irland und Portugal, und die Umstellung auf Sommerzeit erfolgt an denselben Tagen. Damit sind die Inseln Deutschland, Österreich und der Schweiz ganzjährig eine Stunde hinterher. Für die Zusammenarbeit mit Teams in Mitteleuropa ist das ideal: Ihr Arbeitstag überschneidet sich fast vollständig mit dem Ihrer Kolleginnen und Kollegen, nur beginnt er hier eine Stunde früher.
Coworking-Spaces und Cafés
Las Palmas hat eine etablierte Coworking-Szene mit mehreren Spaces rund um Santa Catalina, den Hafen und Las Canteras. Das Angebot reicht von großen, Community-orientierten Spaces mit Events und Dachterrassen bis zu kleinen, ruhigen Studios. Die meisten bieten Tagespässe, Wochen- oder Monatstarife, Besprechungsräume und Bereiche für Telefonate. Spaces öffnen und schließen, Preise ändern sich: Lesen Sie aktuelle Bewertungen und testen Sie ein, zwei Tagespässe, bevor Sie sich für einen Monat festlegen.
Viele Cafés rund um den Parque Santa Catalina und an der Promenade sind zu ruhigen Zeiten laptopfreundlich, für längere Videocalls ist ein privater, ruhiger Arbeitsplatz aber immer besser. Deshalb hat unser Studio einen eigenen Arbeitsbereich mit Schreibtisch und schnellem WLAN, das sich für Videocalls eignet: Konzentrierte Arbeit erledigen Sie zu Hause, den Coworking-Space nutzen Sie für Austausch und Abwechslung.
Internet und praktische Hinweise
Glasfaser ist in der Stadt weit verbreitet, und der Mobilfunkempfang ist in ganz Las Palmas gut. Mit einer SIM-Karte aus einem anderen EU-Land gelten auf den Kanaren dieselben EU-Roamingregeln wie auf dem spanischen Festland. Für längere Aufenthalte ist eine lokale Prepaid-SIM günstig und mit Reisepass oder Personalausweis schnell erhältlich.
Ein wichtiges Detail: Die Kanaren gehören zu Spanien und zur EU, liegen aber außerhalb des EU-Mehrwertsteuergebiets und haben eine eigene, niedrigere indirekte Steuer, die IGIC. Viele Produkte sind günstiger, doch Online-Bestellungen vom spanischen Festland oder aus anderen EU-Ländern, etwa aus Deutschland, können länger dauern und mit Zollformalitäten oder Zusatzkosten verbunden sein. Benötigen Sie Ausrüstung, kaufen Sie sie oft am einfachsten vor Ort.
Tipps für längere Aufenthalte
Viele Remote-Arbeitende bleiben ein bis drei Monate, lange genug, um einen eigenen Rhythmus zu finden. Ein paar praktische Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen einem verlängerten Urlaub und einer Routine, die trägt.
- Nicht-EU-Bürger dürfen sich in der Regel bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen im Schengen-Raum aufhalten; für längere Aufenthalte bietet Spanien ein eigenes Visum für Remote-Arbeitende. Prüfen Sie die offiziellen Voraussetzungen für Ihre Staatsangehörigkeit.
- Kaufen Sie auf Märkten und in Supermärkten der Umgebung ein und kochen Sie selbst: Das spart Geld und lässt einen langen Aufenthalt wie ein Zuhause wirken.
- Nutzen Sie die Stadtbusse: Wer oft fährt, spart mit aufladbaren Fahrkarten meist gegenüber Einzeltickets.
- Halten Sie sich die Wochenenden für die Insel frei: Die Berge im Inselinneren, die Dünen von Maspalomas und die Dörfer im Norden sind gut erreichbar.
- Packen Sie eine leichte Jacke ein: Abends kann es windig sein, besonders im Winter.
Häufige Fragen
Ist Las Palmas gut für digitale Nomaden?
Ja. Las Palmas de Gran Canaria ist einer der bekanntesten Remote-Work-Standorte Europas, dank ganzjährig mildem Klima, einer Zeitzone wie in Großbritannien und Portugal, einer großen internationalen Community, mehreren Coworking-Spaces und guter Internetanbindung in der ganzen Stadt.
Welche Zeitzone gilt auf Gran Canaria?
Auf Gran Canaria und den übrigen Kanarischen Inseln gilt die Westeuropäische Zeit (UTC+0 im Winter, UTC+1 im Sommer), wie in Großbritannien, Irland und Portugal. Damit ist es dort eine Stunde früher als in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auf dem spanischen Festland.
Ist das Internet in Las Palmas gut genug für Videocalls?
In der Regel ja. Glasfaser ist in Las Palmas weit verbreitet, und der Mobilfunkempfang ist gut. Die Morada Mágica nahe Las Canteras verfügt über schnelles WLAN, das sich für Videocalls eignet, und einen eigenen Arbeitsbereich mit Schreibtisch.
